# The Audience is listening

- Link: https://www.kuechenserver.org/2004/06/14/the-audience-is-listening/
- Published: 2004-06-14T23:12:59+02:00
- Author: Christian Krakau-Louis

Neue Woche, neues Glück.

Mit Feuereifer machte ich mich heute an die Konfiguration des Call Managers, den
ich am Mittwoch ja erfolgreich aufgesetzt hatte.

Ging relativ schnell und pünktlich um halb elf, nachdem ich herausgefunden hatte,
dass der fucking CM noch TFTP, DHCP und DNS benötigt, um ordentlich zu funktionieren(
alle Dienste sind aber brav in der gehärteten Windows-Version von Cisco deaktiviert),
liefen zwei 7960 Phones zur Demonstration – „Opfer“ der Demonstration war hier ein
Student aus Krefeld, der im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit ein Cisco-VoIP-Netz für
das kommunale Rechenzentrum Moers aufsetzen darf.

Da die Jungs aber noch keine Hardware am Start hatten, spielten wir heute ein wenig
zusammen an der CM-Kiste rum, die Ergebnisse sprechen dabei für sich:

– Cisco Phones scheinen ziemlich leicht zu arpspoofen zu sein
 – Mit Hilfe von ettercap
und einem anderen „Holzhammer-Arpspoofer“ konnten wir dann in einem Demo-Netzwerk
alle Pakete mitlesen – Ethereal kann inzwischen auch die Payload der RTP-Pakete 
nach .au exportieren, also keine sophisticated tools mehr notwendig

Ein Telefongespräch abzuhören war also piece of cake. Dabei hat sich aber ebenfalls
herausgestellt, dass die Cisco Phones ziemlich schnell absäbeln und sich im laufenden
Betrieb gerne mal beenden und neu booten.

Dies hat sich inbesondere im Zusammenhang mit TCP-Interception mit ettercap gezeigt;
sobald man hier Bullshit in die SCCP-Session zwischen Phone und CM injectet hat,
schmierten die Phones ab.

Überhaupt scheint das leider nicht so einfach zu sein, dort Nicht-ASCII-Zeichenkombinationen
einzuschleifen (SCCP ist ein Binärprotokoll), zumindest haben wir mit vereinten 
Kräften kein Tool gefunden, dass in TCP-Verbindungen bestimmte Pakete automatisch
einschleusen kann – alles was es gab, waren Paket-Bautools, die aber für blind injection
geschrieben waren. Auch netsed schien hier nicht sehr vielversprechend zu sein, 
leider.

Nach Feierabend hab ich dann noch den Stadtführer gegeben und wir sind natürlich,
weil ja Montag war, im Grand Café gestandet und haben uns die AYCE-Wraps dort gegeben.

Und kaum war ich zu Hause, überraschte mich auch noch meine Freundin: „ach ich hatte
mir gedacht, wie wäre es denn mit AYCE-Wraps im Grand Café???“. Naja, ich bin immerhin
noch für ne Cola mitgegangen….

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