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  • Ständige Enttäuschung

    … äh ich meinte natürlich “Ständige Vertretung”. Wie Waldemar schon berichtete, habe ich den Bonnern nach zwei Stunden Schlaf (begründet durch einen Fischmarktbesuch und andere Kleinigkeiten) noch ein wenig von Hamburg gezeigt. Unsere Tour durch die Stadt führte die quengelnde, nach Kaffee schreiende Meute dann auch zur Ständigen Vertretung des Rheinlands in Hamburg (kurz StäV). Und da ich dachte, den Jungs eine besondere Freude mit heimischem Flair zu machen, schlug ich vor, dass wir uns doch dort niederlassen könnten.

    Für mich selbst war das auch der erste Besuch dieser Einrichtung, von der ich hoffte, dass sie mich über den nächsten Karneval (nein, das heißt nicht Fasching, verdammt!!!) retten könnte.

    Allerdings hat der Laden beim ersten Besuch derbe enttäuscht. Die Preise waren gesalzen, die Bedienung dafür fad. Man fühlte sich irgendwie an eine sehr große Touriabzocke erinnert, wobei ich solch schlechten Service bislang nichtmal direkt vis-a-vis des Doms in Kölle erlebt habe. David wartete ewig auf seinen Kaffee (nun, beim zweiten Mal freundlich dran erinnern, dass noch was von der Bestellung fehlt, kam er dann auch nach ca. 20 Minuten), irgendwie schmeckten den Jungs die Softdrinks seltsam (könnte aber auch daran liegen, dass es sich nicht um die Fritz Collection handelte) und die Reibekuchen waren wohl echt nicht so berühmt. Dazu dann auch ziemlich klein.

    Insgesamt sinkt der Wiederholungsfaktor doch enorm, außerdem gibts nur Gaffel im Ausschank. Ach, und außerdem wird dort ebenfalls Altbier ausgeschenkt. Scheint so ein Hamburger Mißverständnis zu sein, denn da gibt es nicht sowas wie eine “friedliche Koexistenz zwischen rheinischen Bieren”!! Aber, der Durchschnittshamburger geht ja auch davon aus, dass man Kölsch grundsätzlich im Meter trinkt…

    Naja, vielleicht probiere ich den Laden am 11.11. nochmal aus – dann wirds zwar nicht besser sein, aber zumindest bin dann wohlgesonnener, zumindest sofern ich dann dort vertraute Klänge der Höhner, Paveier, Bläck Föös und Brings erleben darf…

    In diesem Sinne, Alaaf!

    [Bryan Adams, Heaven (Unplugged); irgendwo kurz vor Hannover]

  • Wintersüßigkeiten

    Ich liebe den späten August bzw. den frühen September!
    Warum? Nun, ich bin ein leidenschaftlicher Freund von Lebkuchen und Marzipan. insbesodere in Kombination mit Zimt, Spekulatius und anderen leckeren Sachen. Und, endlich gibt es all diese besonders leckeren Dinge wieder.
    Natürlich habe ich mich auch erstmal eingedeckt. Die erste Ladung ist schon vertilgt, aber von der zweiten Charge, erworben bei Metro im Rahmen des Einweihungspartyshoppings, konnte ich noch ein Beweisfoto machen:

    Metro-Wintereinkauf

    Desweiteren habe ich beschlossen, Euch in Anlehnung an Shopblogger-Björns Shopradio-Aktion davon zu überzeugen, dass meine Musiksammlung doch nicht so superchaotisch ist. Außerdem finde ich ja auch dass ein iPod deutlich mehr aussagt als ein CD-Regal. Daher hier immer der aktuelle Track, der gerade dudelt – und außerdem noch der Ort, an dem das Posting enstanden ist (ja, manchmal schreibe ich im Editor vor)…..
    [Faithless – Mass Destruction; Fünf Bahnminuten hinter Göttingen]

  • Fragende Blicke

    Es gibt Situationen, die passieren mir immer und immer wieder, und ich hasse sie. Wer mich ein wenig besser kennt (also mal irgendwann getroffen hat), der weiß, dass ich chronisch neugierig bin. Und wer mich noch ein bisschen besser kennt (also mal mit mir in meiner Heimatstadt im Kino war), der weiß auch, dass ich relativ viele Leute flüchtig kenne – flüchtig, weil ich zumeist mit diesen Leuten nichts zu erzählen hätte und deswegen vor einem Gespräch flüchte.

    Das ist eine dumme Kombination, insbesondere wenn man jemanden sieht, von dem man glaubt, dass man ihn kennt, sich aber nicht traut zu fragen, ob derjenige derjenige wirklich ist.

    Und genau das ist mir letztlich mal wieder in einer Bahn.comfort Lounge passiert. Ich saß in Hannover und meinte, Sabine, eine alte Bekannte aus Expo-Zeiten (Hannover war ja auch Expostadt) gesehen zu haben, aber traute mich natürlich nicht, sie zu fragen.
    Dass sie mich erkannt hätte, das ist unwahrscheinlich, schließlich hab ich in den letzten Jahren ca. 15kg zugelegt und auch ein Anzug war damals nicht unbedingt ein typisches Christian-Outfit.

    Irgendwie sollte ich an meinen social skills arbeiten……

  • Das erste Mal – Mate in Hamburg kaufen

    Nun, es ist ja schon ne Weile her, dass ich nach Hamburg gezogen bin, aber bislang habe ich ihn noch nicht gefunden: den lokalen Mate-Dealer meines Vertrauens.
    Da ich aber im Rahmen der Einweihungsparty Besuch von Mate-Junkies erwartete, musste ich mich natürlich um deren Versorgung kümmern und mir nen Hamburger Shore-Cowboy suchen.

    Gesagt, gegoogelt. Kurze Zeit später wurde ich dann bei Reineckes fündig, einem Getränkeladen in Altona, der neben Club Mate auch Flora Power im Angebot hat. Also, dort flott angerufen und nachdem ich meine Bestellung heruntergerattert hatte (hauptsächlich sämtliche Getränke, die auf meiner Einweihungsparty kredenzt wurden) und noch kurz von unseren “Papa Loscher liefert mitm großen LKW selbst und wir pröddeln 80 Kisten Mate in die FH” – Annekdoten erzählt habe, bat mich Hans-Werner, der Inhaber, der mir dann spontan das “Du” anbot, doch mal dringend in seinem Laden persönlich vorbeizukommen.

    Und ich habs nicht bereut. Dort ist das Paradies für Freunde abgedrehter Softdrinks. Und, die Jungs können sogar Kölschfässer besorgen. Desweiteren kann man dort per Bankeinzug bezahlen und wird sogar in die heiligen “hier lagern unsere nicht so doll nachgefragten Softdrinks” Hallen geführt.

    Der Besuch bei Reineckes war also ein rundum tolles Konsumerlebnis und so wie ich das im Gefühl habe, der Beginn einer langen Koffeinfreundschaft….

    Lustige Geschichte am Rande: Nachdem ich bei Reineckes leider keine Getränke der Fritz-Serie bekommen habe, wurde ich an einen anderen lokalen Getränkedealer weiterempfohlen. Und just als ich dort die Kästen zur Kasse wuchtete, kam mir Hans-Werner entgegen; der lieferte dort nämlich gerade die Flora Power an, die Reineckes auch noch so nebenbei exklusiv vertreibt…
    Hamburg is doch ein Dorf!