Category: General

  • Realität

    ist in der Regel ungleich zu einer Story. Einer Story liegt meist ein Erlebnis in der Realität zugrunde. Jedoch sind die meisten Ereignisse todlangweilig. Um sie in eine Story zu verwandeln, muss man eben die Story des Ereignisses finden und diese erzählen. Fachleute nennen das auch “herausarbeiten”.

    Dazu kann man bestimmte nebenläufige Handlungsstränge weglassen, Ereignisse in einen Zusammenhang bringen (konsolidieren nennt sich das wohl neumodisch) und auch die eine oder andere Ungenauigkeit einflechten, sofern dies der Pointe dient.
    Der Story zuliebe sollte man auch auf ambivalente Betrachtungen von Sachverhalten verzichten. Vorurteile und Einseitigkeiten helfen einer Story oft besser als “Das war nicht gut, aber andererseits ….”.

    Menschen, die ein Weblog lesen, wollen Storys lesen. Daher – der Leser ist Kunde und der bekanntlich König – finden sich auf dem Küchenserver auch in der Regel Storys wieder. Bedenkt das bitte, wenn Ihr das nächste Mal in meinem Keller steht und feststellt, dass das neue 25 EUR Fahrrad doch eigentlich viel zu wenig Luft in den Reifen hat, um damit ernsthaft eine Runde gedreht zu haben.

  • Countrymusik revisited

    Musik scheint wirklich eine wichtige, von mir jedoch total vernachlässigte Rolle in meinem Gefühls- und auch Arbeitsleben zu spielen. Das stelle ich zumindest gerade – zwischen Hamburg-Harburg und Bremen und nur noch Stunden vor einer Konzept-Deadline – fest. Ich sitze gerade in einem total überfüllten IC (Sitzplatzreservierung und Dreiersteckdose sei dank kann ich aber dennoch arbeiten), aber dank NACM fließen die Zeilen nur so aus mir heraus.
    Vielleicht sollte man diese Form von Musik ja unterschwellig in Büros als neuen Radiosender anbieten? Hey, schon wieder eine genialer Businessplan.

    [Keith Urban, You won; irgendwo zwischen Hamburg-Harburg und Bremen]

  • Zigarettenpromo

    Eike – mein Pate [nein, nicht dieser Pate] – war die Tage mal wieder beruflich in Hamburg unterwegs. Also, Gelegenheit am Schopfe gepackt und mal wieder abends losgezogen, auch um drei bis fünf Worte geradeaus zu reden.
    Diesmal wurde unser Schnack, wie kiezüblich, unterbrochen. Nein, nicht von dem Polariod-Mann, auch nicht von einem Rosenverkäufer, sondern von einer jungen Dame, die Zigarettenpromo gemacht hat.
    Interessant, welche Auflagen inzwischen erfüllt werden müssen:

    – Nichtraucher dürfen nicht bei Gewinnspielen mitmachen
    – Nichtraucher dürfen weiterhin keine Feuerzeuge als Werbegeschenke bekommen, die kriegen nur CDs
    – Zigaretten dürfen auch nicht mehr kostenfrei zum Probieren angeboten werden; stattdessen werden die jetzt verkauft
    – Offensichtlich sind auch Zigarettenfirmen auf den Internet-Zug aufgesprungen; sie sind nämlich an E-Mail-Adressen deutlich interessierter als an Postadressen
    – Im Dienst dürfen die Promomenschen nur die Zigarettenmarke rauchen, die sie gerade bewerben
    – Aber: um Promo machen zu dürfen, muss man nicht Raucher sein….

    Ist da etwa eine EU-Verordnungslücke?? 🙂

    [Höhner, Wo mir sin is Kölle; irgendwo zwischen Hamburg-Harburg und Hannover]

  • Fußballfans

    Die Tage saß mir im Zug gegenüber ein junges Mädel, maximal Anfang Hauptstudium (anscheinend Geschichte, der Lektüre nach). Insgesamt machte sie einen ziemlich jungen und fast zerbrechlichen Eindruck. Interessant war dann, als sie ihr Filofax herauskramte und ein paar Notizen machte. Dabei stellte mein Sitzgegenüber nämlich fest, dass sich eine Auflistung der kompletten Heim- und Auswärsspieltermine von Hansa Rostock auf einer Seite verbarg; offensichtlich handelte es sich bei diesem Mädel um einen Hardcore-Fan, die sogar zu Auswärtsspielen extra anreist.
    Wie Optik doch manchmal täuschen kann – oder: stille Wasser sind tief.

    [Delta Goodrem, Out of the Blue; zwischen Bremen und Hamburg-Harburg]

Exit mobile version