Category: General

  • Silvester 2006/2007

    Traditionen soll man ja pflegen, und eine Tradition sind Dinge, wenn man sie einmal gemacht hat. So zumindest scheint die Definition von Silvestertraditionen in meinem Freundeskreis zu sein.

    Und eine Tradition ist es auch, dass ich blogge, wie mein Silvesterabend verlaufen ist, traditionell in Berlin. Doch, der Reihe nach:

    Am 30. Dezember bin ich – powered by Bahncard 100 – nach Hamburg gefahren, um meine Blumen zu gießen, den Briefkasten zu leeren, ein Paket aus der Packstation abzuholen und halt all die Dinge zu erledigen, die man nach ein paar Tagen Abwesenheit aus der eigenen Wohnung erledigen sollte.

    Natürlich ist das wie immer recht spät geworden, auch da ich erst um 23h in Hamburg war, so dass ich einen großen Teil des 31. in meinem Nicht-Bett in Hamburg verbracht hab.

    Gegen 17h ging es dann aber Richtung Berlin, um mit meinen Freunden dort Silvester zu feiern. Das ist wie gesagt eine Tradition bei uns. Wir hatten jedoch keinen genauen Plan, wie der Abend ablaufen sollte. Diese Planlosigkeit in Kombination mit dem hohen Verpeilungsfaktor der letzten Tage führte dann auch dazu, dass ein guter Teil der Bonner entgegen ihrer Ankündigungen mit der Tradition gebrochen hatte und erst gar nicht mehr in Berlin war.

    Aufgrund familiär bedingter Verabredungen hatten wir einen weiteren Ausfall zu beklagen, so dass wir zu fünft zum Feiern übrig blieben. Und von diesen Fünfen hatte keiner einen wirklichen Plan, wie der Abend verlaufen sollte…. Gute Voraussetzungen für einen SAS (schlimmsten anzunehmenden Silvesterabend).

    In Berlin angekommen waren dann auch prompt alle vier weiteren Mitfeierkandidaten nicht greifbar, da entweder im Kino oder recht weit von der Stadtmitte entfernt. Einen kurzen Hostelbesuch später begab ich mich dann in Richtung Brandenburger Tor, wo zumindest 3/5 von uns feiern wollten. Die dort vorhandene Menschenmenge schreckte mich jedoch spontan ab und wir änderten den Plan spontan in “Treffen am Alex, was zu trinken besorgen und ab ins Regierungsviertel”. Den Jahreswechsel im Regierungsviertel zu verbringen, das hat nämlich auch Tradition.

    Dort angekommen wagten wir (Lars, Maria und ich) jedoch doch auf die “Fanmeile”; die Menschenmengen stauten sich nämlich lediglich vor den Sicherheitskontrollen, bei denen nach Glasflaschen und Feuerwerkskörpern oberflächlich durchsucht wurde. Am Tor itself angekommen hatten wir erstaunlich viel Platz und konnten so gemütlich mit einem Schluck Rotkäppchen auf 2007 anstoßen. Auch die Einlasskontrollen zeigten Wirkung, denn die “Böller-zwischen-den-Beinen” – Quote war deutlich niedriger als beispielsweise vorm Reichstag.

    Anschließend spielten dann noch die Sugarbabes vorm Tor ein fast einstündiges Konzert, das ebenfalls grandios war.

    Im restlichen Verlauf des Abends ging es dann zu Fuß zum Alex und von dort aus in die c-base, wo wir auf Fabian, Christian und auch Judith trafen. Noch so eine Tradition – Silvester mit Judith feiern. Gabs nämlich auch schon einmal.

    Allerdings war in der c-base nicht so viel los, weswegen wir dann – ebenfalls einer alten Tradition folgend – in die Hostelbar zogen, wo wir dann den Abend locker ausklingen ließen.

    [Jamie Cullum – 7 Days To Change Your Life; mitten zwischen Berlin und Hamburg]

  • ICE-Toilettenbeobachtungen

    Interessante Kleinigkeit, die mich die letzten ein, zwei Monate begeistert hat, es aber noch nicht in mein Blog geschafft hat:

    Die Bahn hat zumindest im ICE das hundsbillige Toilettenpapier mit freundlicher Industrieunterstützung in den Testsieger des Stiftung Warentest – Toilettenpapiertests getauscht.

    Man kann jetzt also in Fernzügen Charmin probeverwenden…

    PS: Und ja, ich finde “Testsieger des Stiftung Warentest – Toilettenpapiertests” ebenfalls sehr seltsam.

    [Jennifer Brown – Tuesday Afternoon]

  • NEON-Leser

    Ja, ich bin bekennender NEON-Leser. Damit gehöre ich dann auch in den Augen der Werbeindustrie zur Gruppe der “postmodernen Performer”. Tolles Gefühl. Allein dadurch, dass ich eine Zeitschrift lese, performe ich! Grandios. Also, fleissig die NEON beim nächsten Jahresgespräch lässig auf den Tisch gleiten lassen. Verwundert war ich jedoch, warum diese Zeitschrift in meiner Generation – genauer in meiner Stufe – nicht wirklich verbreitet ist. Eine Randbemerkung in Richtung von: “Hey, in der letzten Neon stand ja auch…..” zauberte nur Fragezeichen auf die Gesichter meiner ehemaligen Mitschüler.

    Ich frage mich jetzt nur, ob ich der einzige postmoderne Performer meiner Stufe bin, oder die Neon doch eher für Menschen, die ein wenig jünger als wir sind, geschrieben ist?

    [Schmetterlinge im Bauch statt Musik – kurz vor Hannover]

  • Lords of the Boards

    was mir letztlich einfiel: wie alt ist eigentlich Lords Of The Boards von den Guano Apes? Gibt es diese Band eigentlich noch? Und, welche Boarderhymnen gibt es eigentlich neben dem Song noch so? Und: wenn der Song wirklich schon mindestens 8 Jahre alt ist, wo ist denn bitte die Zeit hin?

    And now for something completely different:

    Bispinger Skihalle? Oder Skiwochenende in $preiswertemSkigebiet? Lust, Zeit, Ideen? Äußert Euch (-> Kommentare)!

    [Lords Of The Boards – Guano Apes; aufm Weg in die Hauptstadt]

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