Category: General

  • Schlechter Stil

    Manchmal könnte ich einfach nur kotzen.

    Das passiert mir selten, aber insbesondere, wenn Jungs nicht den Mumm haben, eine gerade aktuelle Beziehung zu beenden, bevor sie sich neu verlieben. Oder wenigstens dann kurz nachdem sie’s gemerkt haben, die Beziehung beenden.

    Oder nicht einmal dafür sorgen, dass ihre neue Freundin nicht der Welt auf die Nase bindet, dass die Ex-Freundin ca. anderthalb Monate hintergangen wurde.

    Aber, das zeigt mir wieder: gutes Benehmen ist und bleibt nunmal Glückssache und der tollste Rechnerpark und die tollsten job descriptions helfen nix, wenn man einfach keine Ahnung hat, welchen Content man lieber nicht ins große weite Web2.0 herausposaunen sollte.

    Und jetzt werf’ ich besser mal n paar Leute aus meinem Feedreader raus. Und nein, Ihr müsst diesen Blogpost nicht verstehen.

  • Web 2.0 Terror

    Ich werde langsam alt. Das merke ich insbesondere daran, dass ich das Internet schon gefühlte 10 Jahre verwendet habe, bevor mein aktuelles Unwort aufkam. Zu diesen Zeiten verwendete man noch Suchmaschinen wie Hotbot oder AltaVista, wählte sich neben dem ISP auch noch via Modem in Mailboxen ein und ungefähr zu dieser Zeit ging Google online.

    Ich kann mich also noch an Zeiten erinnern, zu denen Menschen, die HTML schreiben konnten (und ja, ich meine die vier Buchstaben), als Webdesigner mittlere vierstellige Monatsgehälter bei dotcom Firmen abgegriffen haben und mir Praktikantengehälter angeboten wurden, die deutlich über dem derzeitigen durchschnittlichen Absolventeneinstiegsgehalt von FH-Studenten liegen. 

    Leider scheint man aus der Vergangenheit nicht gelernt zu haben und auch derzeit grassiert wieder eine unheimliche Volksverdummung in der IT.

    Es begann recht unspektakulär mit dem Begriff Blogosphäre (zu dem Zeitpunkt habe ich das, was man landläufig inzwischen bloggen nennt, schon ca. ein Jahr betrieben) und Menschen, die sich selbst als Blogger bezeichneten.

    Weiter ging es mit Leuten, die von social communities sprachen und als dann wieder nach der großen dotcom Pleite langsam aber sicher Geld in der IT zu holen war, ging es mit social communites und user based content weiter.

    Inzwischen sind wir im zweiten oder dritten Internetzeitalter angekommen, dass von Webworkern mit fragwürdigem Ausbildungshintergrund, sich selbst viel zu ernst nehmenden Web2.0 Mädchen, die CSS “programmieren” und 19jährigen SEO-“Experten” nur so wimmelt.

    Niemand dieser Personen kann trennscharf und sauber definieren, was denn hinter user based content, Communities, sozialen Netzwerken und allen Technologien rund um rich internet applications steckt und wofür der von dieser Zielgruppe aber gern bis zum Bersten strapazierte Web2.0 Begriff denn wirklich steht. Aber, es ist bestimmt sehr wichtig und total trendy. Und klar, man kann auch gutes Geld damit machen.

    Auch ich maße mir eine Definition nicht an, aber ich bezeichne mich auch nicht als Web 2.0 Experte. Doch, Web 2.0 klingt sehr hip, agil, neu. Das muss man unbedingt haben und ein, zwei erfolgreiche Beispiele zeigen dann auch ganz schnell, dass man mit ein bisschen Venture Capital auch ganz ohne gute und neue Ideen schnell zu Geld kommen kann.

    Doch, leider ist es nicht so einfach und derzeit zerplatzt – gottseidank oder leider – die eine oder andere Blase.

    Ein Weblog macht noch kein Web2.0 aus, und nur weil ich Belanglosigkeiten in twitter tippe, heißt das auch noch nicht, dass ich besonders trendy bin.

    Allerdings sehen das die oben beschriebenen Web2.0-It-Boys und -Girls doch stark anders und finden sich selbst und ihre Netzwerke und Hypes massiv spannend. Da werden Businesspläne rund um die x-te social community geschmiedet, wird die Emanzipation via twitter und Xing auf den Kopf gestellt, werden Web 2.0 Frauenabende und twitterlesungen veranstaltet und Werkzeuge zum Selbstzweck umgemodelt.

    Ich rege mich darüber auf, dass Menschen über ein 140 Zeichen-Broadcast-Kommunikationsmedium gefühlte 140 Fragen beantworten, sich aber offenbar noch nie Gedanken darüber gemacht haben, was sie mit einem 140-Zeichen-Broadcast-Werkzeug denn eigentlich bezwecken wollen. 

    Nicht wütend, vielmehr traurig macht mich aber der Gedanke, dass Menschen mit Metadiskussionen und Metadienstleistungen und einer gesunden Menge Hokuspokus davon ausgehen, dass eine derzeit halbwegs passable Einnahmequelle wirklich substanziell über die nächsten Jahrzehnte einen ernsthaften Beruf ersetzen kann.

    Es mag sein, dass ich Werkzeuge wie twitter einfach nicht “richtig” verstanden habe*, dass ich selbst einfach noch nicht wirklich die Blogosphäre für mich erobert habe und ich überhaupt erstmal ein Barcamp, eine Twitterlesung oder eine re:publica mitmachen muss, um das Ganze so wirklich zu verstehen. Allerdings habe ich Angst, auf die oben beschriebene gefährliche Mischung aus Halbwissen, Dreiviertelarroganz und voll-immer-dabei-sein zu treffen. Networking alleine reicht eben nur bis zu einem gewissen Punkt. Irgendwann braucht auch das tollste Netzwerk mal Inhalte.

    Wenn ich mir diesen Hype um den vagen Begriff Web 2.0 anschaue, habe wirklich das Gefühl, da was nicht ganz verstanden zu haben. 

    Und wie ich ja schon vor einiger Zeit berichtet habe, ist es nicht etwa so, als würde ich mich den neuen Kommunikationstools verschließen. Im Gegenteil, ich nutze sie. Aber, sie sind eben für mich kein Selbstzweck.

    Ich nutze sie primär für das Ziel, was ich mit diesem Weblog seit Projektstart Küchenserver verfolge und das für mich auch das wichtigste Element einer social community ausmacht: Ich möchte gerne Menschen, die ich im wirklichen Leben zu meinen Bekannten oder Freunden zähle, die Möglichkeit geben, mit mir in Kontakt zu treten und ein bisschen darüber zu erfahren, was gerade in meiner Gedanken- oder Lebenswelt vorgeht. Als Nebeneffekt fallen dabei ab und an auch noch Berichte und Bewertungen über erlebte und besuchte Orte ab.

    Nicht mehr, nicht viel weniger. Aber, das ist eben wohl nicht trendy genug. Und für einen Businessplan reicht das wohl auch nicht aus. 

    Vielleicht brauche ich da ja doch mal die Hilfe eines Webworkers.

    *Nils (der aus Hamburg) gehört übrigens auch zu diesen twitter-Nichtverstehern, wie er selbst “zugibt“. Ebenfalls eine erfrischende hypefreie Meinung.

  • Werbefrei

    Nachdem ich mit mir selbst immer wieder einen inneren Disput hatte, ob Werbung hier auf dem Küchenserver sinnvoll ist und wenn ja für welche Zielgruppe, habe ich mich dazu entschlossen, den Küchenserver werbefrei zu machen, ohne wenn und aber.

    Auslöser dafür war, dass ich anlässlich eines nun verworbenen Blogs über meine eigene Position erneut nachgedacht habe. 

    Ich behalte mir natürlich weiterhin vor, auf Dinge hinzuweisen, die ich selbst gut finde; Werbeeinblendungen, Layer-Ads, Google AdSense Links oder gar bezahlte Blogpostings, wie man sie andernorts zwischen eigenen Beiträgen findet (Trigami [bewußt nicht verlinkt] sei dank), wird es hier jedoch nicht mehr geben.

    Was ich hier schreibe, tue ich nicht werbemotiviert, bezahlt oder anderweitig finanziell motiviert. Das sichert Unabhängigkeit und zerstört jeglichen Verdacht von Käuflichkeit im Ansatz.

    Um konsequent zu sein gilt das auch für Affiliate-Programme. Ihr werdek keine derartigen Links mehr hier im Blog finden. Falls Ihr den Küchenserver durch einen Amazon.de Einkauf unterstützen wollt, fragt mich bitte direkt nach dem Link.

    Bitte habt Verständnis dafür, dass ich die Affiliate-Links aus alten Beiträgen nicht entfernen werde; das würde zu viel Arbeit geben. Sofern Ihr jedoch negativ über einen Link stolpert, sagt bescheid, dann lösche ich ihn on request.

    Da ich selbst recht glücklich damit bin, nicht zu werben und mich sehr bewußt dazu entschieden habe, gibt es jetzt in der rechten oberen Ecke das Logo “werbefrei”. 

    Und dieses “werbefrei” gilt ab jetzt und solange es den Küchenserver noch geben wird.

  • Umfrageergebnisse, Feedback und Kontakt

    Vor Kurzem hab ich ja eine Umfrage unter meinen Lesern geschaltet. Dabei war ich zunächst sehr von den tollen Auswertetools bei Google mit Torten- und Balkendiagrammen und der allgemeinen Einfachheit des Handlings sehr positiv überrascht. Aber ich bin ja auch ein bekennender Google-Fan.

    Inhaltlich habe ich herausgefunden, dass mindestens 20 Personen mein Blog lesen (auch wenn zwei behaupteten, das nicht zu tun?), davon ein sehr großer Teil seit über zwei Jahren. Die weiteren Ergebnisse waren nicht besonders verwundernswert, die Hälfte der Leser hat mich über einen Feedreader abonniert, die andere Hälfte liest mich direkt über www.kuechenserver.de.

    Was mich jedoch überrascht hat, ist wie viele Menschen doch die Werbung stört. Daher ist “per default”, sofern Ihr nicht über Google auf mein Blog kommt, seit ein paar Tagen sämtliche Werbung deaktiviert.

    Die Einnahmen waren eh gering, und andere Projekte wie gratis-lovecheck.de [wo ich natürlich niemals ein *logfile* über die Eingaben führen würde] bieten sich auch eher für Werbung an. Von nun an sollte der Küchenserver also für Euch – bis auf Amazon Links auf Sachen, von denen ich selbst so überzeugt bin, dass ich drüber blogge – werbefrei sein. 

    Daher: Auf Nimmerwiedersehen Amazon-Sidebar, adieu Google Werbeblock rechts.

    Weiterhin hat mich stark verwundert, dass die Ladezeiten von Euch als recht gut bewertet werden. Das kann aber auch mit der allgemeinen Verschlankung der Seite zu tun haben oder damit, dass Ihr eben alle im Feedreader lest.

    Die anderen Ergebnisse  fallen ins statistische Mittel. Was mir jedoch noch im Kopf geblieben ist, ist die Bitte, doch mal wieder ein bisschen regelmäßiger zu schreiben. Mal schauen, ob ich dieser Bitte in den kommenden Monaten wieder besser nachkommen kann.

    Um neben der Umfrage weitere Möglichkeiten der Verbesserung zu geben, gibts jetzt einen Feedback-Knopf auf allen Seiten und die Möglichkeit, sofern ich online bin, Rückfragen direkt auf der Site an mich via Chat zu stellen. Fancy, eh?

    So, jetzt aber erstmal genug mit dem Versuch, es auch in meinem Blog allen möglichen Menschen recht zu machen und zurück zum Tagesgeschäft. Und das wird im nächsten Blogposting wörtlich zu verstehen sein.