Callabike Flatrate

DB Rent-a-bikeImage by Danny McL via Flickr

Ich mag meine Bahncard 100. Nicht nur, dass ich ab dem 23. April jetzt das dritte Jahr in Folge kostenfrei mit Zügen kreuz und quer durch Deutschland düsen kann/muss/darf, nein ich mag besonders gern die Zusatzleistungen, die mit der Mobility Bahn Card, wie sie ja auch genannt wird, verbunden sind.

In der Theorie will die Bahn mit der Mobility Bahn Card 100 dafür sorgen, dass man auch und gerade innerhalb der Zielstädte des Bahn-Fernverkehrs mobil bleibt. Und, das ist der Bahn meiner Meinung nach großartig gelungen. Nicht nur, dass man in den größten Städten Deutschlands ein Jahresticket für den ÖPNV hat (durch die City-Ticket Option), nein durch die Zusammenarbeit mit der DB Rail ergibt such auch eine Individualmobilität in größeren Städten. Neben dem DB Carsharing, dass mir beispielsweise beim Getränkeeinkauf immer mal wieder gute Dienste leistet, ist auch das Call a Bike Angebot der Bahn durchaus spannend.

Hier kann man in größeren Städten wie Köln, München, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und seit kurzem auch Hamburg wirklich robuste Räder ausleihen, die auch bereits Opfer von “Spass am Gerät” geworden sind 🙂 Mit diesen Rädern kann man quer durch die Stadt radeln und ist so nicht auf Bus und Bahn in der Stadt selbst angewiesen. Besonders toll ist das natürlich, wenn man nur kurz in einer fremden Stadt ist.

Die Bahn hat allerdings die Tarifstruktur erneuert und hat jetzt auch sehr interessante Pakete. So kann man als Bahncard 100 Kunde für 25 EUR pro Jahr Pauschale (regulär 99 EUR) so oft man möchte ein Fahrrad für bis zu einer halben Stunde ausleihen. Und das finde ich klasse! Unnötig zu erwähnen, dass so fast auch Frankfurt erträglich wird?

Jetzt muss ich nur meine Gazelle wieder frühjahrstauglich machen…

Piercings bei Zugbegleitern

Auch wenn ich irgendwie das Gefühl habe, mich ständig zu wiederholen: es wundert mich doch jedes Mal, dass ein so konservatives Unternehmen wie die Bahn bei ihren Zugbegleitern nahezu jede Form von Körperschmuck akzeptiert. Zumindest habe ich in keinem anderen Beruf so viele Menschen mit Steckern durch Augenbrauen, Nasen oder Ohren erlebt wie in Zügen…

Wir haben daraufhin auf dem 23C3 die Theorie entwickelt, dass die Bahn dadurch Kosten für aufwändige Bewerbungsprozesse sparen möchte: “Welche Musik hören Sie denn gern? … Ah, Gothic, sehr gut…. Dann, willkommen im Team!”

[Wanted Dead or Alive – Bon Jovi; im Zug – wo sonst 😉 ]