Das erste Mal: Wahllokalbesuch in Hamburg

Politik ist ja immer so ein Thema in nicht-anonymen Weblogs.

Deshalb soll es hier auch gar nicht so unbedingt um die Ergebnisse der Hamburger Bürgeschaftswahl gehen (auch wenn ich es faszinierend finde, dass offenbar viele Stamm-Grünen-Wähler die SPD gestärkt haben, wohl um Schwarz-Grün zu verhindern), sondern vielmehr um das erste Mal “richtig” wählen in Hamburg.

Ich hatte nämlich leider verpeilt, meine Briefwahlunterlagen zeitig der Deutschen BundesPost zu übergeben und mußte daher mit ebenjenen gestern persönlich in meinem Wahllokal vorstellig werden. Das liegt jedoch glücklicherweise strategisch direkt auf dem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof, so dass ich kurz vor der Tanzstunde (diesmal Foxtrott und Wiener Walzer) noch eben längs gehen konnte.

Was mich dabei sehr positiv überrascht hat, war der sehr hohe Anteil an jungen Wählern, die dort mit mir vor den Wahlkabinen Schlange standen. Ich finde es schön, dass ich offenbar nicht der einzige Wähler unter 30 in Hamburg bin (und auch eine kurze Umfrage unter meinen Freunden in der Stadt hat eine 100%ige Wahlbeteiligung ergeben) und vor allem finde ich es schön, dass in meinem Wahllokaleinzugsgebiet – also in meiner direkten Nachbarschaft – so viele junge, vernünftige Menschen leben.

Es scheint so, als würde meine Prognose über das Münzviertel in der Tat langsam wahr zu werden..

Das erste Mal: Weihnachtsfeier im Januar

.. und so ganz nebenbei habe ich den Unterschied zwischen einer Kinderfeuerzangenbowle und einem Qualitätsprodukt ala Müller erfahren, Shetland-Süßigkeiten probieren dürfen und gelernt, wie man ein “not quite perfect” pint zapft.

Das erste Mal: Mittelalterliches Spectaculum

Am Wochenende hat es mich das erste Mal auf ein mittelalterliches Spectaculum verschlagen. Aus Siegburg kenne ich ja den wunderschönen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, also mußte ich gar nicht lange überlegen, als letztlich in meinem Bekanntenkreis das Thema auf den Besuch dieses alljährlichen Mittelaltermarkts kam.

Und so kam es, dass ich mich einem Jacobite Shirt bekleidet in Gegenwart zweier vollständig gewandeter Mädels am Samstag im Öjendorfer Park wiederfand.

Die Highlights in Kürze:

– Über die Dixis: “Ich bin Apothekerin, warum tue ich mir das eigentlich an?”
– Auch Hexen tragen Unterwäsche (und wenn sie nicht auf ne Hexentaufe gerüstet sind, schwarze neuzeitliche)
– Über mögliche Treffpunkte: “Wir sehen uns ja dann spätestens bei der Pest!” [es gab einen Pestumzug]
– Kirschbier ist lecker
– Falafel ist nicht besonders mittelalterlich, aber auch lecker, genau wie Reispfanne
– Met ist nicht das einzige Getränk mit Honig
– Mittelalterbands können einen ganz unterschiedlichen Partyfaktor haben
– angehende Apothekerinnen brauchen dringend Äskulapstäbe
– auch zu sphärischer Musik kann man lustig Party machen
– tschechische Fechteinlagen können auch beim zweiten Mal sehen unterhaltsam sein
– Körbe sind tolle Handtaschenersätze
– in vielen mittelalterlichen Geldbeuteln findet man neuzeitliche Mobiltelefone
– Blasen sind anscheinend Standardmitbringsel
– Mittelalterliche Lichtmänner sind nicht unbedingt die besten der Zunft
– und so ein Marktplatz sieht nur mit Kerzen illuminiert toll aus

Und wenns dann auch noch zum Abschluß ein bis drei Guinness gibt, ist selbst ein kleiner Umweg zur U-Bahn zu verschmerzen.

Fazit: Nächstes Jahr gerne wieder

Das erste Mal: Im Zug (nicht) bloggen

Okay, Ihr werdet Euch jetzt sicherlich wundern, warum ich diesen Eintrag in die Rubrik “Das erste Mal” gepackt habe, schreibe ich doch einen beträchtlichen Teil meiner Blog-Einträge in schöner Regelmäßigkeit in kreativen Phasen im Zug.

Allerdings ist dieser Post der erste, den ich dank neuester DB Mobility Net Technologie (in Kooperation mit T-Mobile) nicht nur im Zug auf bewährte (aber wie beschrieben ja verbesserte) Art vorschreibe, sondern auch ebendort online stelle…..

…. zumindest war das der Plan. Leider hat die neue Technologie jedoch unterirdisch schlecht funktioniert und das Posten des Artikels war leider nicht möglich. Nunja, vielleicht sollte man doch einmal über die Möglichkeiten einer firmenfinanzierten UMTS-Karte mit dem Chef philosophieren.

[Republica – Ready To Go; kurz vor Duisburg]