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Illustration einer Wunschliste mit London-Postkarte, Konzertkarten und transparentem Gehörschutz auf einem warm beleuchteten Holztisch.

Was ich mir wünsche? Offenbar seit zwanzig Jahren ungefähr dasselbe.

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Es gibt Menschen, die eine Wunschliste schreiben und dabei sehr genau wissen, was ihnen noch fehlt. Bei mir ist das eher eine fortlaufende Charakterstudie mit gelegentlichen technischen Ausbrüchen. Wenn ich meine alte Wunschliste hier im Blog, den aktuellen Amazon-Zettel und meinen Kalender nebeneinanderlege, ergibt das ein ziemlich klares Bild: Musik, Reisen, kleine Helfer und erstaunlich viel Spielzeug. Weihnachten ist ein guter Anlass, da mal durchzulüften.

Konzerte sind bei mir inzwischen ohnehin Teil der Persönlichkeit. Andere Menschen sammeln Briefmarken, ich sammle Abende, nach denen man am nächsten Morgen etwas leiser spricht. London ist ebenfalls immer eine gute Idee. Meine Unterwäsche kaufe ich seit knapp zwanzig Jahren ausschließlich dort. Ein Jahr ohne London ist deshalb eher ein schlechtes Jahr. Nicht, weil die Unterhosen nach zwölf Monaten zerfallen. Aber man braucht ja gelegentlich eine sachliche Begründung.

Der schöne Satz „Erlebnisse statt Dinge“ trifft meine Wunschliste deshalb nur halb. Ich wünsche mir Erlebnisse, aber manchmal braucht man dafür Dinge. Einen brauchbaren Rucksack. Eine Lampe. Oder eben Gehörschutz, damit das Erlebnis nicht am nächsten Tag als dumpfes Rauschen im Kopf weiterlebt.

Der Wunsch, den ich schon sehr lange kenne

Mit 18 war ich in der Veranstaltungstechnik unterwegs und hatte meine ersten individuell angepassten Elacin-Gehörschutz-Ohrpassstücke. Irgendwann hatte ich sie verkramt. Wald kann man vergessen und später wiederfinden; bei Ohrstöpseln fehlt leider die Flurkarte. Inzwischen hat die ganze Familie welche.

Ich habe ER25-Filter und ER15. Die ER15 sind mittlerweile bei den meisten Konzerten meine Wahl. Bei Festivals empfand ich es an meinem Platz oft entspannter als in der Halle und habe sie seltener gebraucht. Das hängt allerdings am Pegel und am Standort, nicht am Etikett „Festival“. Draußen kann es schließlich auch ordentlich scheppern.

Was ich allerdings sehr genau weiß: Meine transparenten Ohrpassstücke sehen zwar ordentlich aus, haben aber keine Kordel. Julia und Emma haben eine. Ein unscheinbares Detail, das sich als ziemlich großer Fortschritt erweist: Nimmt man die Stöpsel kurz heraus, hängen sie weiterhin an einem dran. Transparenz klingt nach einer guten Idee, bis man auf einem dunklen Konzertboden etwas Transparentes wiederfinden müsste. Das ist dann weniger Design als ein kleines Detektivspiel.

Wer sich für individuell angepassten Gehörschutz interessiert, kann sich die ER-Acoustic-Übersicht von Elacin ansehen. Meine persönliche Empfehlung für Beratung und Service in Hamburg ist Amplifon Hamburg-Heegbarg. Dort habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die machen das sehr, sehr gut. Die passende Filterstärke und den Sitz würde ich dort besprechen, statt einfach meine Auswahl nachzubestellen.

Falls nur ein Filter verschwunden ist: ER15-Ersatzfilter bei Thomann und ER25-Ersatzfilter bei Thomann gibt es einzeln. Das sind Einsätze für vorhandene ER-Ohrpassstücke, kein kompletter Gehörschutz und nicht die Filter der RC-Serie. Die verlinkten Angebote enthalten jeweils einen Filter, kein Paar. Das ist ungefähr die Art von Information, die man gern vor und nicht nach dem Bestellklick liest.

Technik, die nach mir aussieht

Der Rest der Liste erklärt sich weniger über Notwendigkeit als über Spieltrieb. Da stehen Jameson 18, ein Coca-Cola-Minikühlschrank, Dremel-Reinigungspads sowie Solar- und Kühllösungen fürs Campen. Das ist kein ausgearbeiteter Einkaufsplan. Es ist eher die Frage: Was könnte nützlich sein, Spaß machen oder eine Geschichte auslösen?

Eine Ledlenser P7R* passt in diese Kategorie. Eine Baseus-Picogo-Powerbank* ebenfalls. Und LaMetric Sky* ist die Art von kleiner Lichtspielerei, bei der mein innerer Nerd sofort eine Wand und eine Anwendung findet, bevor mein vernünftiger Teil des Gehirns überhaupt den Preis gesehen hat. Auf der Liste stehen Wünsche, keine Behauptungen, dass ich alles davon besitze oder getestet habe.

Vielleicht ist das der eigentliche rote Faden: Technik soll mir gute Zeiten erleichtern, nicht sie ersetzen. Der Gehörschutz gehört zum Konzertabend. Die Lampe macht den Weg nach Hause angenehmer. Die Powerbank verhindert, dass ein schöner Abend an drei Prozent Akku scheitert. Und London bleibt London, auch wenn ich die Reise vor mir selbst als Textilbeschaffung verbuche.

So eine Wunschliste ist also auch ein kleines Selbstporträt. Vieles davon würde ins Erlebnissparbuch einzahlen, anderes einfach hübsch leuchten. Und ganz hinten steht vielleicht irgendwann eine weitere Uhr, für die mir noch die überzeugende Ausrede fehlt. Eine Wunschliste ist schließlich keine Beschaffungspflicht.

Mein sinnvollster Wunsch bleibt dabei erstaunlich klein: mehr gute Konzerte und weniger Suche nach transparenten Ohrstöpseln. Der Rest darf gern überraschen.

Heiter weiter!

C.

Titelbild: KI-generierte Illustration, keine Produktfotografie.


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